Jahresthema 2018: Werkstoffkreisläufe

Die Grünen Romanshorn nehmen sich in diesem Jahr dem Thema „Wertstoff-Kreisläufe neu denken“ an. Lanciert wurde es mit einem Rundgang durch den Romanshorner Werkhof.

Die Grünen Romanshorn werden in den kommenden Monaten mit weiteren Aktionen für Wertstoff-Kreisläufe sensibilisieren.

 

August

Abfälle sind Wertstoffe Für die Herstellung, den Transport, die Lagerung und dann die Entsorgung von neuen Produkten braucht es enorme Ressourcen, Energie und Wasser. Dabei entsteht auch CO2.

Auch darum heisst entsorgen nicht einfach wegwerfen, sondern vielmehr neuen Zwecken zuführen, so dass diese Produkte mitsamt ihren Werten erhalten bleiben.

In Zusammenarbeit mit dem Gemeinnützigen Frauenverein und der Institution Betula haben die Romanshorner Grünen im Frühjahr das erste Reparier-Kafi durchgeführt. Ein grosses Lob geht auch an die zahlreichen Frauen und Männer, die bei weiteren Aktionen Hand anlegen.

Sie sind während Tagen und Wochen für die Organisation von weiteren Angeboten besorgt: Dazu gehört die Brockenstube der SP und diejenige an der Alleestrasse, wo Kleider, Wohngegenstände und Bücher auf ein zweites Leben warten. Zu erwähnen ist zudem die Velobörse der SP, die Kinderkleiderbörse an der Bahnhofstrasse, der Flohmarkt am Hafen, die Möglichkeit, Schuhe reparieren zu lassen (Alte Landstrasse), die Schneiderei am See (Arbonerstrasse) und auch die Geschäfte, die Reparaturen fürs Handy, für Fahrräder (Alleestrasse und Bahnhofstrasse) und für Möbel (diverse Schreinereien) anbieten.

Im gleichen Sinn tätig sind auch die Menschen, die mit dem „Tischlein deck dich“ dafür sorgen, dass möglichst viele Lebensmittel den Weg zum Menschen und nicht in die Abfalltonne finden.

Sie alle helfen mit uns Konsumentinnen und Konsumenten mit, dass wertvolle Ressourcen und Grundstoffe eingespart werden. Das ist lokaler und konkreter Umweltschutz.

 

 

 

 

April

Peter Höltschi ist Leiter „Betriebe und Verkehr“ und in dieser Funktion führte er am Mittwochabend durch den Werkhof. Eingeladen zur Begehung hatten die Grünen Romanshorn.

2004 war der 6-Millionen-Neubau an der Gaswerkstrasse eröffnet worden: „Wir können hier unter besten Bedingungen arbeiten.. Zum Werkhof gehören ein Warm- und Kaltlager, ein Aussenhof mit Salzsilo und Holzlager, der Maschinenpark, die Werkstätten, das Treibhaus und die Entsorgungsstationen“, sagte Höltschi.

Beeindruckend

Bei ihnen würden zahlreiche Gegenstände und Utensilien eingelagert, wieder aufgefrischt und damit ein zweites Leben eingehaucht. Zum Beispiel Festgarnituren und gegen 300 Sitzbänke. Und genauso vielfältig seien auch die Arbeiten, die durch die 15 bis 16 Mitarbeiter übers Jahr erledigt würden: Das Auffüllen der Grillstellen im Wald und am See, der Winterdienst, das Aufziehen der Pflanzen für den Seepark und Co und selbstverständlich das Sauberhalten der Stadt. Angesprochen auf das Mähen der Wiesen betonte Höltschi, dass sie stets die ökologische Vielfalt im Fokus hätten. Da gelte es, auch mal auszuprobieren, welche Pflanzen sich auf welchen Grünflächen bewähren würden. Schliesslich war es auch beeindruckend, zu hören, wieviele Tonnen Abfälle an den verschiedenen Stationen des Werkhofs entsorgt und zum grösseren Teil der Wiederverwertung zugeführt werden.

 

(Bilder: Markus Bösch))